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mercoledì 2 marzo 2011

Tosca International

Come di consueto, un poco di "rassegna stampa" in lingua straniera.


Am 22. Februar haben wir der zweiten Vorstellung der Mailänder „Tosca“ mit Jonas Kaufmann beigewohnt, die für den deutschen Startenor eigentlich die vierte sein sollte. Diese neue Produktion des Meisterwerks von Puccini hat sich seit dem Tag der Premiere am 15. Februar an der Scala als eine Fehlgeburt erwiesen. Nicht nur die konzeptuell inkongruente, oft lächerliche, und auch visuell völlig unattraktive Inszenierung von Luc Bondy oder die äußerst unpräzise, lahme und für die Sänger nicht besonders freundliche Leitung des jungen Barenboim-Schützlings Omer Meir Wellber hat die Produktion auf fatale Weise markiert, sondern auch die chaotischen Umstellungen in der Besetzung der Hauptdarsteller. Dass seit einiger Zeit vor jeder Mailänder Premiere ein Großteil der Hauptdarsteller erkrankt, nimmt der Geschichte der gleichzeitigen Erkrankung von Jonas Kaufmann (Cavaradossi des „first cast“), Oksana Dyka (die Tosca des „first cast“), Marco Berti (Cavaradossi des „second cast“) und, last but not least, des Interpreten der Nebenrolle des Sciarrone, jede Glaubwürdigkeit ab. So hat am 15. Februar statt der vorgesehenen Oksana Dyka die Amerikanerin Sondra Radvanovsky (sonst Protagonistin des „second cast“) auftreten müssen und hat damit die einzig wertvolle musikalische Leistung nicht nur der Premiere, sondern auch der nachfolgenden Aufführungen einkassiert.

Herr Wellber wurde nach jeder der bisher realisierten vier Vorstellungen vom Publikum für seine unzulängliche Leistung ausgebuht. Die sowohl stimmlich unakzeptable als auch interpretatorisch platte Tosca der Oksana Dyka sorgte am 20. und 22. Februar nicht nur am Ende, sondern schon gleich nach der berühmten zentralen Arie „Vissi d’arte“ des zweiten Aktes für einen Protestausbruch bei einem Teil des Publikums. Man fragt sich, wie die Leitung der Mailänder Scala eine Partie wie die der Tosca einer Sopranistin anvertrauen konnte, die noch vor einem Monat als Nedda im „Bajazzo“ von Leoncavallo heftige Buuhs geerntet hatte. Neben der totalen Abwesenheit jeglicher eleganten Phrasierung, sind die hohen Noten von Oksana Dyka meistens nichts als Geschrei, im von Natur aus etwas leeren Mittelregister neigt sie zu künstlichen Aufblähungen sowohl der Farbe als auch des Volumens der Stimme, und die wenigen Passagen der Tosca, die im unteren Register kreisen, wird von der ukrainischen Sopranistin auf eine komplett vulgäre Weise eingesetzt. Ihre dürftige Atemtechnik hindert sie außerdem daran, Legato zu singen, und bricht und verblasst gleich beim ersten Versuch eines Piano. Oksana Dyka gehört eindeutig zur überlangen Reihe von Sängern, die an die Mailänder Scala nicht wegen ihrer stimmlichen Begabung und Leistungen berufen werden, sondern weil sie verschiedenen mächtigen Opernagenturen angehören, die durch die starren Kriterien des sogenannten „star system“ jegliche qualitative Differenz zwischen anständigem Singen und reiner Marketing-Produktion verwischen.

Und nun zum Cavaradossi von Jonas Kaufmann. Es mag sein, dass er ein gewisses darstellerisches Talent besitzt und damit weltweit die unmittelbare Sympathie eines Teils des Publikums verdient. Dass er über eine bestimmte Gesangsmethode verfügt und nicht ohne jegliche Stimmtechnik singt, ist ebenfalls hörbar. Dass aber gerade diese Methode völlig falsch ist und dem italienischen Stimmideal (das im italienischen Opernrepertoire a priori vorausgesetzt ist) auf die krasseste Weise widerspricht, bezeugen die folgenden Hauptmerkmale der Gesangsmethode des deutschen Tenors. Die gesamte Stimme ist ganz in der Kehle positioniert und wird künstlich verdunkelt, um ihr eine dramatischere Farbe zu verleihen. Auch die berühmten kaufmann‘schen „mezze voci“ sind letztendlich nichts anderes, als ein Produkt einer noch tieferen Verlegung der Stimme in die Kehle, weswegen dabei die Stimme stets an Farbe und Gewicht einbüßt und zu einem körperlosen Falsetto degradiert. Wenn im Gesang Forte verlangt wird, neigt der Tenor dazu, der Stimme ein größeres Volumen mittels einer gewaltsamen Kontraktion in der Kehle abzuzwingen, anstatt sie durch das Einsetzen der notwendigen Atemtechnik zu einer klanglichen Expansion zu führen. Dies ist besonders bemerkbar, wenn Kaufmann im höheren Register singt. Die hohen Noten entbehren jeden strahlenden Charakters (dem sogenannten „squillo“), da ihr Volumen und ihre Farbe nicht durch eine Platzierung der Stimme in der „Maske“ und den Druck des Atemapparats erlangt wird. Diese generelle gutturale Herangehensweise an die Stimmführung wird bei Jonas Kaufmann zum Ersatz der eigentlichen Technik der italienischen Schule und manifestiert sich auf besonders schrille Weise in seiner Unfähigkeit, den „passaggio“ (den Übergangsregister) zu meistern und oberhalb des „passaggio“, statt der Produktion eines gedeckten, in der Maske abgerundeten Tons, nicht einem „offenen“, d.h. vulgär kehligen Tonproduktion zu verfallen.

Nach den beiden Arien – kein Zeichen von Beifall, den bei der Premiere sogar der Ersatz-Cavaradossi Aleksandrs Antonenko geerntet hatte. Am Ende der Vorstellung – ein mit Buuhs vermischter beträchtlicher Beifall. Man fragt sich, nachdem man ein Phänomen wie Jonas Kaufmann im Theater erlebt hat, was die Lebensdauer einer Karriere sein kann, die auf einer äußerst fragwürdigen Stimmtechnik aufgebaut ist und durch eine künstliche Verdunkelung der Stimme sich in einem immer schwereren Repertoire zu behaupten sucht. Das Problem ist letztendlich, wie bei den meisten der heutigen Star-Sänger, dasselbe: Wie weit kann diese Stimme als physiologische und stimmtechnische Einheit den Ansprüchen der in der Opernindustrie ständig mächtiger werdenden Marketing-Interessen gerecht werden, die doch alles andere als die naturgegebenen Qualitäten der jeweiligen Stimme als auch ihre technische Vorbereitung in Rücksicht nehmen? Im Falle von Jonas Kaufmann stellt man sich diese Frage nicht ohne großes Bedauern, da es sich um einen Sänger handelt, der a priori doch eine gewisse Musikalität und schätzenswerte interpretatorische Absichten besitzt.

Giuditta Pasta



Martes 22 de Febrero 2011: Tosca en el Teatro Alla Scala. Cantan Jonas Kaufmann y Oksana Dyka, en los papeles principales. No niego que fue una noche de gran intensidad y tension no solo por lo que pasò adentro del teatro entre algunos “loggionisti” despues de diversos abucheos al terminar el “Vissi d’arte”, si no tambien, y sobre todo, por lo que ocurriò afuera.
Empezamos hablando de los dos protagonistas de esta Tosca milanesa.
Oksana Dyka, como Tosca, no diò mejor pureba que la de Pagliacci pocas semanas antes en la misma sala lirica: ya se habia dicho que el canto no es el arte de la Cabala, hablando de su Nedda, que con esa calidad vocal no lograria hacer mas de dos o tres noches como Tosca. Puntual, a la tercera representacion, escuchamos una voz excesivamente dura, rugosa, sin “legato” y muy muy gritona en la escena de la tortura, sin elegancia en el “Vissi d’arte”, descompuesta en los diversos registros. Merece una nota el cuento de la muerte de Scarpia en donde dicha cantante tuvo que arrastrarse hasta el final sin tecnica vocal y medios expresivos.
El verdadero cuerno de la discordia fue Jonas Kaufmann.
Invito a escuchar como su voz sonaba en el tubo al principio de su carrera Kaufmann y cómo suena ahora. No es la maduración normal de una voz, que desde el principio tenia serias limitaciones técnicas, si no el cantar en la zona baja con sonidos con una técnica precisa parecida a la de Vickers y Domingo, sin el apoyo de la respiración, con emisión de “falsettini” en la zona central, gritando en la zon alta, con una monotonía absoluta de énfasis, ya que el método no permite dar ni modulacion ni colores en su voz, que resulta siempre en la garganta, y no en la posicion corecta. Estas fueron las caracteristicas que nos demonstrò Herr Kaufmann en “Recondita armonia”, en la escena con Angelotti, y bueno, en todo el III acto.
Muy mal el director, que pasò de ser, la primera noche, una revelacion en su ambito, a ser considerado un joven sin experiencia si capacidad de relacionarse con las orquestas e incapaz de dar el color adecuado en cada momento de la partitura.

Pasamos al lo que sucediò fuera del teatro: todo empezò con una agresion, gritos ofensivos y amenazas contra un joven que habia abucheado pocos minutos antes. Cuando estos 20/30 “loggionisti” lograron que el joven se fuera, concentraron su coraje, su rabia y su enojo contra los que seguian alli llenandolos de “buu” y mas amenazas. Treinta contra cuatro. Fue una clara y evidente demonstracion de la poca educacion del publico milanes, de su poca capacidad de respetar las reglas universales de la convivencia y del respeto.
Cuando nuestros atacantes lograran ponerse en posición vertical, como los primates, para unir con el meñique el pulgar? La palabra, de hecho, ya la han perdido.
Los que nos atacaron, ha demostrado que sólo quieren arrogarse el derecho de decir lo que es bueno y lo malo, han demostrado que sólo quieren imponer sus puntos de vista sobre lo que la opinión de la galería. Esto también puede ser agradable a los cantantes y sus agentes, que con esta ayuda, puede continuar para colocar sus productos, pero no aparece oficialmente compartida por el teatro.

Hipolito Lazaro




Puccini - Tosca

Atto II


Vissi d'arte - Lotte Lehmann (1929)

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giovedì 20 gennaio 2011

Pagliacci e Cavalleria Rusticana alla Scala International

Multilingual review:


Muchos aplausos y muchos abucheos caracterizaron la ejecucion, despues de varios años, del celebre diptico verista italiano en el Teatro alla Scala de Milan.
“Pagliacci” abriò la noche con una de las peores compañias de canto presentadas en este teatro: dejando fuera de esta critica la voz pequeña pero agradable del Arlecchino de Celso Albelo, la voz mas tenoril que baritonal del Silvio de Mario Cassi y la prueba sin ningun valor de Ambrogio Maestri, vamos a concentrar nuestra reseña sobre Oksana Dyka y José Cura.
La Nedda de la nueva soprano “lirico spinto” de hoy resultò ser indecente y no adecuado al papel del personaje. La Dyka no posee ni la voz importante que muchas agencias alabaron (quien la escucha se puede dar cuenta que tiene una voz demasiado inflada y forzada) ni la tecnica necesaria para enfrentar un papel elementar como el de “Nedda” en dicha opera: la voz resulta siempre vulgar y sin apoyo en la parte central y desquiciada y desagradable en la parte aguda. Muchos abucheos y contestaciones para ella durante los aplausos. Pero no tantos como los que llenaron teatro al momento de la salida invidual de José Cura.
No es reciente su manera de cantar tan corriente y vulgar, fuera de todas las fundamentales reglas del canto. Ahora, como nos demostrò la otra noche como Canio, resulta improponible en el registro agudo, sin “legato”: no le fue suficiente la agil y veloz direccion de Harding para cubrir evidentes fallas e incluso lograr ir a tiempo con la orquesta, como en el desastroso monologo.
Tras una ora y media de infierno, se presentò en la escena Luciana D’Intino como Santuzza, haciendo muestra de su profesionalidad como cantante antes que nada pero tambien como actriz demostrando como una cantante puede ganar triunfos y aplausos aun sin instrumentos adecuados. La D’Intino saliò ganando sobre todos los cantates por sus intenciones interpretativas, por su fraseo enseñando una Santuzza debil, sin el color del pasado, pero siempre precisa en los tiempos. Sobresaliò en el dueto con Licitra, el unico que posee calidad y cantitad vocal sin saber lo que es cantar: puro tenorismo gritado y vulgar, desafinado y fuera de lugar en cada momento de la partitura. El tambien, en oposicion al triunfo de Luciana D’Intino, recibiò muchos abucheos de parte del publico. Claudio Sgura, cuyo Alfio no ofreciò grandes demostraciones de canto con una voz dura y pesada, y Giuseppina Piunti (Lola), buena actriz y sobria cantante, recibieron palidos aplausos, junto a Elena Zilio (Santuzza).
Daniel Harding diò una interpretacion nueva, personal a las dos operas: dirigiò la orquesta sacando un sonido limpio, pulido, precisio en los tiempos y capaz de alterarlos si los cantates lo necesitaban. En Pagliacci alternò tiempos sinfonicos con tiempos totalmente nuevos para la opera italiana, llenos de colores modernos. En cambio en Cavalleria faltò el color mediteraneo, de sangre y pasion que caracteriza la partitura orquestal.
Nos pareciò un director joven con muchas capacidades, buena tecnica e ideas interesantes, pero sin conciencia de la historia del repertorio lirico.
Triunfo para el al final de Cavalleria, algunas constestaciones en Pagliacci.
Las escenas de Martone recibieron al mismo tiempo aplausos y abucheos (creo injustos) de parte del publico. El director de escena le diò al clavo en las dos operas, le atinò al tema, a la historia: hubo, claro, algunas incongruencias como el burdel incial en Cavalleria, pero supo encontrar gestos adecuados y eficaces, dibujando paisajes y personajes con claridad y sensatez. Un espectaculo escenograficamente bonito y agradable lejos de las recientes producciones de la era Lissner del Teatro alla Scala. - Hipolito Lazaro


Kein friedlicher Abend in der Mailänder Scala am 18. Januar bei der Premiere von Leoncavallos „Der Bajazzo“ und Mascagnis „Cavalleria rusticana“, die mit viel Applaus und genauso vielen Buuhs begrüßt wurden. Daniel Harding präsentierte eine ausdrücklich persönliche Lektüre der beiden veristischen Meisterwerke, dirigierte mit Autorität und technischer Sicherheit, gab Farben und Untertöne zu hören, an die man sonst nicht gewöhnt ist. Trotz der einigen Buuhs, die er nach dem „Bajazzo“ erntete, und der farbenreichen, aber doch etwas kühlen „Cavalleria“, ist Harding mit Sicherheit der erste Dirigent an der Scala, der, nach Jahren peinlicher Leistungen seitens Barenboim, Dudamel, Gatti und der französischsprachigen Dirigenten im italienischen Repertoire, das Orchester ein bedeutendes klangliches und interpretatives Niveau erreichen ließ.

Bei aller Kritik muss man aber auch in Betracht ziehen, was der junge englische Dirigent mit dem äußerst unzulänglichen Sängerteam überhaupt zu tun imstande war. Denn außer der Santuzza der nun nicht mehr sehr jungen Luciana D’Intino, lag das allgemeine gesangliche Niveau in den beiden Einaktern unterhalb des Akzeptablen. Deswegen wurden im „Bajazzo“ Jose Cura wegen seines in allen Registern mühseligen, kehligen und vor Atemmangel erstickenden Canio, als auch Oksana Dyka (zukünftige Tosca an der Scala) für ihre stimmlich obszöne Darstellung der letztendlich ziemlich einfachen Rolle der Nedda und in der „Cavalleria“ der Tenor Salvatore Licitra besonders für die großen Schwierigkeiten im hohen Register heftig ausgebuht. Luciana D’Intino erwies sich als die Einzige, die imstande gewesen ist, sich glaubwürdig in die Figur der Santuzza hineinzuleben und mit der nunmehr äußerst imperfekten, von der 25-jährigen Karriere ausgetragenen Stimme doch Phrasen von großer Schönheit und vokaler Präzision hervorzubringen.

Ungerecht scheinen uns hingegen die Buuhs gegen den Regisseur Mario Martone, der die beiden Einakter durch minimale, ja minimalistische szenischen Mitteln mit großer Poesie und Exaktheit darzustellen gewusst hat. - Giuditta Pasta


Last Tuesday was a “difficult” night at La Scala, Milan. The new production of the traditional Verismo coupling Pagliacci/Cavalleria rusticana got a mixed reception, with strong applause and even stronger boos, mainly addressed to the vocal soloists, with the notable exception of Luciana d’Intino, and to director Mario Martone.
Conductor Daniel Harding had a good success and he deserved it: under his baton the Orchestra and Chorus of La Scala worked much better than with such conductors as Barenboim, Gatti, Dudamel, just to name a few, even if the sound was not Italian enough for this music and in Cavalleria, in particular, there was a patent lack of Mediterranean passion and inspiration. Perhaps Maestro Harding is still too young and unexperienced to achieve the optimal balance between tradition and innovation in this often underestimated, but rather difficult repertory.
Many efforts, but not in the good direction, came from the leading singers in Pagliacci. Tenor José Cura showed his usual vulgar and brutal way of “singing” with little, if any, traces of what his voice used to be. In short, a disaster. Even worse the Nedda, Oksana Dyka, who in spite of supporting singing agencies and “friendly” specialized press has neither the voice nor the technique to sing in a theater like La Scala, or in any theater of some importance. Often out of tune, with a grotesquely pumped lower register and a total lack of legato, the singer will be heard again at La Scala next month as Tosca (!).
Luciana d’Intino as Santuzza sang with the remains of a powerful mezzo voice and reminded the audience – and her colleagues, in particular tenor Salvatore Licitra/Turiddu – that a professional singer needs very little voice to get a triumph, if he or she has got some technique and artistic sensibility left. The latter was not the case for Mr. Licitra, who is fresher, but not more refined or adequate, than Mr. Cura.
Martone signed an interesting production, with a modern-day setting for Leoncavallo (a rather usual solution, nowadays) and a traditional, yet essential and suggestive mise en scene for Mascagni. It is not a show that will change the history of opera interpretation, but a good effort to say “something new” without the usual, and usurated, “coats” of the German tradition or the boring visual effects of too many recent productions seen at La Scala. - Antonio Tamburini





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giovedì 9 dicembre 2010

I giorni della Valchiria, sesta giornata. "Die Walküre" all over the world



Sperando di farvi cosa gradita, torniamo sulla "Walküre" scaligera proponendovi una breve 'rassegna stampa' in varie lingue straniere. E' la prima volta che affrontiamo un'iniziativa del genere, ma, siatene certi, non sarà l'ultima. Enjoy!


Ein großer genereller Erfolg für die Walküre gestern Abend bei der Saisoneröffnung der Mailänder Scala. Ein Abend ohne Brillanz, mit viel Langeweile und… ohne Götter...
Daniel Barenboims Leitung zeichnete sich während des ganzen Abends durch eine Langsamkeit aus, die die Entwicklung des Dramas auf systematische Weise verhinderte. Sein Orchester zeigte nur sehr wenige Farben, allzu viele technischen Defekte und eine fundamentale Unfähigkeit, in den großen orchestralen Momenten, wie den drei Vorspielen, Wotans Abschied und den drei Finalen, das Reichtum und die Vielschichtigkeit der Wagnerschen Instrumentation erklingen zu lassen. Das Orchester war träge und ohne Gewicht, wo es eher eine begleitende, kommentierende Rolle spielt, wie z.B. im ersten Teil des ersten Aktes und im großen Wotan-Monolog des zweiten. Außerdem erwies sich die durch und durch unnatürliche Langsamkeit als tödlich für die Sänger, da sie von den nutzlosen und eher geschmackslosen Rallentandi gerade dort erwischt wurden, wo sie ein schnelleres Tempo gebraucht hätten. So war es im Liebesduett des ersten Aktes, der Wahnsinnsszene von Sieglinde oder der Todesverkündigungsszene im zweiten Akt. Insgesamt eine äußerst bescheidene Leistung, inkonsequent in der erzählerischen Funktion und inkohärent in der Klangstruktur. Die Leitmotive tauchten ohne Spontaneität und Eloquenz auf; der Anfang des ersten Aktes war eine kleine regnerische Nacht, wie alle anderen, statt eines Gewitters; das Vorspiel des zweiten ein Spaziergang anstatt der verzweifelten Flucht des Wälsungenpaars, ohne jegliche Wucht auch in der Darstellung der militärisch-epischen Welt von Walhall; der Walkürenritt - eher lärmend als wild. Zudem hat das Orchester von Barenboim bei der Darstellung der verschiedenen Personen nie einen richtigen, hörbaren Unterschied gezogen. Ob Hunding, Wotan oder das Wälsungenpaar, der Klang blieb immer derselbe. Eine tiefe Indifferenz war zu spüren in der gesamten Haltung von Barenboim. Man könnte denken, er hätte sich nur auf die populäreren und effektvolleren Momente der Oper konzentriert und vernachlässigt, was in der Partitur ihn nicht interessiert, wie z.B. der gesamte zweite Akt… Sein Ansatz beruht allem Anschein nach auf keiner klaren, konkreten konzeptuellen Basis.
Die Besetzung bestand einerseits aus erfahrenen, aber vom Alter schon abgenutzten Sängern, wie John Tomlinson (Hunding) und Waltraud Meier (Sieglinde), andererseits aus Sängern, die etwas jünger sind, wie Vitalij Kowaljow (Wotan), Simon O'Neill (Siegmund), Ekaterina Gubanova (Fricka) oder Nina Stemme (Brünnhilde), aber, trotz der nicht erfolglosen Karrieren, wenig Erfahrung in Sachen Wagnergesang zeigen.
Nina Stemme, der aktuelle Wagnerstar, hat vor kurzem in San Francisco als Brünnhilde in der Walküre debütiert. Gestern Abend hat sie eine eher lyrische Stimme geboten, ohne das Volumen und die Penetranz, die für diese Rolle notwendig sind. Die Leere im tiefen Register, die großen Probleme in der Höhe, die Einfarbigkeit des mittleren Registers, die Verschwommenheit der Artikulation, die undifferenzierte, ja indifferente Stimmführung ergaben eine Brünnhilde, die jede Szene der Oper monoton, mit derselben ausdruckslosen Stimme ausführte und kein einziges Mal auf die Entwicklung des Charakter von einer jungen, sorglosen, göttlichen Kreatur zur mitleidsvollen und vermenschlichten Rebellin hinwies. Mit ihrem vokalen Stoff war sie insgesamt von ihren Walkürenschwester kaum zu unterscheiden.
Im Vergleich zur Stemme ließ Waltraud Meier in den musikalischen Höhepunkten eine Stimme hören, die hinsichtlich des Volumens mehr beeindruckte als die der Walküre. Trotzdem sind die ständigen gutturalen und nasalen Töne im tiefen und mittleren Register als auch die auf die unschönste Weise geschrienen hohen Noten nicht wegzuhören. Frau Meier scheint in ihrer ehrenwerten Karriere an einem Punkt angelangt zu sein, wo sogar ihr riesiges schauspielerisches Talent nicht imstande ist, ihre erbärmliche stimmliche Kondition zu entschuldigen.
Simon O'Neill war bestimmt das Schlimmste, was wir gestern Abend gesehen oder gehört haben. Er hat einen Siegmund gesungen, der eher einem kauzigen Nibelungen glich, als einem tragischen Helden. Die Stimme ist klein, bald nasal, bald ganz in der Kehle angelegt, perfekt für eine Charakterrolle wie Mime. Die Erzählung des ersten Aktes war monoton, auch wegen der gleichgültigen Begleitung von Barenboim. Die Stimme von O'Neill war einfach nicht zu hören, wenn es zu großen orchestralen Explosionen kam, wie im Wälse-Monolog oder am Ende des ersten Aktes.
Vitalij Kowaljow war ein eher anständiger Wotan, allerdings ohne jegliche Autorität in seiner vom Volumen her ziemlich beschränkten Stimme. Auch an Farbe hat Herr Kowaljow nicht viel zu bieten. Dem höheren Register fehlt jedwede Eindringlichkeit. Mit diesem bescheidenen Instrument war er völlig außerstande die radikalen Veränderungen in Wotans Charakter auszumalen. Er war weder ein weicher, liebevoller Vater oder der erzornte Walvater noch der tragische resignierte Gott.
John Tomlinson, der Älteste in der Besetzung, hat gestern lediglich in einer vergrößerten Perspektive die Defekte zur Schau gestellt, die seine Stimme schon immer charakterisiert hatten. Eher sprechend als singend, hat er einen Hunding dargestellt, der, außer, dass er die Anspielung des Namens der Person auf „Hund“ buchstäblich genommen zu haben schien, eher verfallen war als furchterregend.
Ekaterina Gubanova ist mit Sicherheit die einzige Sängerin, die imstande gewesen ist, mit ihrer Stimme allein eine Göttin zu verkörpern, die sowohl eindringlich als auch giftig und in ihrer Ehre verletzt ist. Nicht ohne einige Probleme in der Tiefe und der Höhe, hat sie mit einer ziemlich voluminösen und penetranten Stimme beeindruckt. Vielleicht die einzige wirklich befriedigende vokale Leistung des gesamten Abends.
Die Regie von Guy Cassiers hat durch die totale Abwesenheit jeglichen Einfalls brilliert. Eine arme, zusammenhangslose Collage von Projektionen, Lichteffekten und Objekten, die nichts symbolisieren wollen oder können. Inexistente Dramaturgie, die die Sänger der szenischen Leere überlässt, und die, einerseits, weder im Stile der Regieoper dem Werke ein ihm völlig fremdes Konzept aufzwingt noch, andererseits, die Anweisungen von Wagner selber befolgen will. So bekommt man ein einziges dunkles, trübes Nichts, wo die Abwesenheit des Helms und des Speers der Brünnhilde durch nichts Besseres (d.h. buchstäblich NICHTS) ersetzt wird. Andererseits bevorzugt man doch wieder die gewöhnliche visuelle und konzeptuelle Leere an der Stelle des ein bisschen Licht, das man am Ende des dritten Aktes beim (nominalen) Feuerzauber in Form von red-light-district-farbenen roten Lampen bekommt.
Im Großen und Ganzen, eine Vorstellung, in der Regisseur, Dirigent und Sänger mit vereinten Kräften sorgfältig dafür gesorgt haben, außer Brünnhilde auch das elegante erlesene Publikum in einen Schlafzustand zu versetzen, dessen „Zauber“ sogar ein Siegfried nur mit Mühe hätte brechen können.
Giuditta Pasta


Se acaba de abrir, este 7 de Diciembre, la nueva temporada de ópera en el Teatro alla Scala de Milän con la producción Barenboim-Cassiers del segundo capítulo de la Tetralogía wagneriana: “Die Walküre”.
Muchos aplausos por ninguna excelencia. Barenboim dirigió con altas y bajas, sin coerencia: la orquesta no logró sacar un sonido intenso, voluminoso, fuerte, fluido y sin apoyo constante a la acción, como exige la partitura. Casi ninguno de los cantantes del reparto de este estreno lograron llenar nuestras espectativas.
De Waltraud Meier sobresalió su arte de actriz, a pesar del poco peso de las escenas de Guy Cassiers, sin esconder sus graves carencias vocales: poco volumen, voz esforzada y nasal, sin notas graves ni agudos. Nina Stemme, a pesar del limitado volumen de su voz y la ausencia del registro aguto y grave, logró dar vida a su personaje, siempre elegante y nunca “gritón”, de todos modos incapaz de subraiar todos los maticez de Brünnhilde. John Tomlinson cantó con una voz entubada, poco entonada y fija, con un timbro a menudo hablado. Un Hunding muy desagradable. Bastante flojo y anónimo el Wotan de Vitalij Kowaljow.
Lo peor de la noche resultó ser Simon O’Neill, que nos mostró una voz sin volumen y penetración, sin agudos y graves, muy nasal y aplastada, sin apoyo tampoco en la zona central. El suyo fue un Sigmund muy dificil de soportar, malcantado. Muy bien Ekaterina Gubanova, que fue la única en combinar una discreta calidad de voz con una correcta interpretación/actuación del personaje de Fricka.
Las escenas de Cassiers nos parecieron, como en el pasado Das Rheingold, sin ideas, en donde la tecnología parecía ser un fin y no un medio. No hubo actuación de parte de los cantantes: ni un gesto poético, un movimiento relevante. Todo resultó demasiado firme, estático, sin sabor ni color.
Hipólito Lázaro


A new production of “Die Walküre” was presented last night at La Scala, Milan, with great acclaim but little artistic success. Maestro Daniel Barenboim and Belgian stage director Guy Cassiers did very little to avoid boredom and disappointment.
The La Scala orchestra played well, much better than in recent performances such as last month’s Carmen, but the conductor showed no coherence neither in the choice of tempos nor in the sound volumes. Moreover, there was very little drama and no epic at all. Most of the time we heard a not-so-pleasant chamber orchestra, yet unable to help and support the singers in their very uneasy task.
First things first: Waltraud Meier, an old acquaintance as Sieglinde, still has good stage presence, but she is way past her vocal prime, especially in the second act, which she nearly spoke. Nina Stemme, as Brünnhilde, manages to avoid screaming and barking, but is way too light for the role and seems unable to convey the complexity of such a charachter. John Tomlinson, another old friend of Wagnerian aficionados, should consider retiring, as his “singing” seems like the next best thing for speaking.
A dull and pale Wotan was sung by Vitalij Kowaljow, who stepped in on not-so-short notice to replace René Pape. Worst of the night, the Siegmund of Simon O’ Neill, an old Mime with very little voice even in the middle register. Best of the night, Ekaterina Gubanova, who sang a good, yet somewhat mannered and colourless, Fricka.
Essential “modern” sets, with lots of video images and very few ideas: thus the production of Guy Cassiers, similar to that of the previous Rheingold, static and monotonous, with very little acting from the singers.
Antonio Tamburini


Spiacionte di dover dissontire dai miei illustri amisci, ma io ho trovato lo spettacolo molto piascévole sotto tutti i puanti di vista. È stato un chef d’operà, con questo gronde mettitor enscèn che fa honoré à la Scalà quasi più che Emmà Donte. Mi è molto piasciuta la direzione di Daniel Barenbuam, così trasparónte, ma soprattutto mi è piasciuto il suo discorso in favore dei travet de la Scalà. È un argomónto che mi trova molto sonsibìle!
Anche i cantónti sono stati eccesionali, sopra tutto Nina Stemme, che spero tornerà per cantar anche Sigfridò e Crepuscolo degli Doi. Già m’imagìno la pira virtuale con chi si chiuderà questo sciclo wagneriano! Ma vorrei conchiudere queste brevi considerazioni con un appello al Presidonte Napolitain, che come me ama tónto la Scalà. Glielo rivolgo con le parole di un scelebre cónto popolare della mia resgione natóle.

Etienne Nerlis


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